Schüleraustausch

Sankt Petersburg        

Mai 2017 
  

Mehr als nur eine Bekanntschaft                               

 

Unser Russischkurs war schon immer so etwas wie eine kleine Familie, aber die Russlandreise hat uns alle noch mehr zusammengeschweißt. Eine kleine Gruppe, zwei Lehrer und vor uns lag eine Woche voller Abenteuer, neuer Erlebnisse und zahlreicher Momente des Staunens.

Untergebracht wurden wir in Gastfamilien, wovon ich schon vor der Reise begeistert war, aber danach vollkommen überzeugt und dankbar. Es ist nochmal etwas ganz anderes, wenn man liebevoll aufgenommen wird und gemeinsam mit seiner Gastfamilie diese zauberhafte Stadt erkunden kann. Die Gespräche am Essenstisch oder im Café, bei denen man sich auf Russisch, Englisch und Deutsch unterhielt und das Gesagte mit Gesten unterstrich, um sich zu verstehen. Aber jedes einzelne Gespräch war doch so herzerwärmend, weil mir das Gefühl gegeben wurde, dass man sich immer um mich sorgte und möglichst die gesamte Zeit nach meinen Wünschen richtete. Diese Bereitschaft meiner Familie bot mir einzigartige Einblicke in St. Petersburg, eine Stadt, die unbeschreiblicher nicht sein könnte.


 
 
 

All die Sehenswürdigkeiten und Unternehmungen, die auf unserem Plan standen, waren zwar anstrengend, aber im Nachhinein bin ich immer noch verzaubert, denn ich habe so viele Momente und Erinnerungen aus St. Petersburg mitgenommen, an die ich mich immer gerne erinnere. Diese Stadt hat auf mich gewirkt, ganz persönlich, aber wie alles andere auch, mag sie auf jeden anders wirken.

    Unser Projekt, mit dem wir nach Russland reisten, bestand aus einem russischen Song, mehreren Videokameras und einer Menge kunterbunter Ideen und Motivation. Unsere Freunde aus Sankt Petersburg suchten ein Lied für uns heraus, das wir gemeinsam übersetzten und alle zusammen sangen und schließlich haben wir den Text in Sinneinheiten unterteilt. Mit den eingeteilten Bruchstücken fingen wir an, herumzuprobieren, welche Aufnahme mit welcher Handlung mit wem als Akteur und natürlich auch wo gedreht werden könnte, damit alles authentisch wirkt, aber dennoch dem Inhalt des Gesungenen entspricht. Sicherlich, manchmal war es anstrengend und auch etwas nervig, wenn schlechtes Wetter war und einem der kalte Wind um die Ohren pfiff oder etwas nicht gleich klappte.   

Aber letztendlich haben wir das großartig gemeistert, die Verständigung verlief immer sehr kreativ, aber ausschließlich erfolgreich, und ein heißer Kaffee mit einer typisch russischen Süßigkeit in einem warmen Café vertrieb dann auch noch den letzten Funken schlechter Laune.

 

Ich freue mich unendlich auf meine Freundin und Austauschschülerin Dascha, in der ich so viel mehr als nur eine schulische Bekanntschaft aus Russland gefunden habe.

Ich bin gespannt, welche Momente und Erlebnisse auf uns alle in Deutschland warten!

Paula

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